Gründung des Kinder- und Jugendchorverbandes PUERI CANTORES und Chorfest in Halle | Wir waren dabei.

Am 8. März diesen Jahres trafen sich 23 Kirchenmusiker aus den (Erz-)Bistümern Berlin, Magdeburg, Erfurt, Dresden-Meißen und Görlitz, um einen Regionalverband des internationalen Kinder- und Jugendchorverbandes PUERI CANTORES für die Ostbistümer zu gründen.

 

Logo Pueri-Ost.ai KopieDer Bundesverband und jetzt eben auch vor Ort der Regionalverband unterstützen die Chorarbeit der jungen Chöre durch Herausgabe von Noten, Organisation von Chortreffen, Schulungen für ChorleiterInnen, Vernetzungen und vielem mehr.
Alle katholischen Kinder- und Jugendchöre können diesem Verband beitreten. Unser Kinderchor wird dies in Kürze tun.
Hier gibt es mehr über die Gründung und den Verband PUERI CANTORES zu lesen:

Bericht auf der Bistumsseite von Dresden-Meißen
Bericht bei domradio.de
Pressemeldung des Erzbistums Berlin
Internetseite von PUERI CANTORES – Deutschland

 

Am Samstag, dem 9. April, einen Monat nach der offiziellen Gründung wurde diese „Geburt“ mit einem großen Fest in Halle an der Saale in und um die riesige Moritzkirche in der Altstadt gefeiert.
Insgesamt waren knapp 700 Kinder aus ca. 50 verschiedenen großen (Dresdner Kapellknaben, Jugendkathedralchor der Hedwigskathedrale, Kinder- und Jugendchor des Erfurter Domes) und kleinen Kinderchören beim Gründungsfest dabei.

Natürlich durften unsere 14 Chorsänger vom Kinderchor St. Josef nicht fehlen.
Um 7.30 Uhr fuhren wir vom Pfarrgrundstück in PKWs los und erreichten gegen 10 Uhr die Moritzkirche in Halle, wo bereits Frau Schmidt mit einem Schild „Kinderchor St. Josef“ auf uns wartete.
Jeder Chor hatte für den Tag eine persönliche Betreuung und für uns war eben die überaus nette Frau Schmidt zuständig. Hier sei auch gleich einmal allen Eltern, die mitgefahren und sich um die Kinder gekümmert haben, herzlich gedankt.

Um 10.30 Uhr wurde das Fest eröffnet, natürlich geschah dies mit Gesang.
Für diesen Tag wurde extra ein Chorheft erstellt, aus dem wir den ganzen Tag schöpfen konnten.
Nach einer Begrüßung durch den Präsidenten des Bundesverbandes Matthias Balzer leitete Domkapellmeister Harald Schmitt aus St. Hedwig die Vormittagsprobe in der Moritzkirche.
Beinahe das komplette Chorheft, welches neben einigen Spaßliedern die Gesänge für die Vesper mit Erzbischof Heiner Koch enthielt wurde durchgesungen.
Was für ein Erlebnis: 700 Chorsänger, Bläser und die große Orgel verwandeln die mittelalterliche Moritzkirche in ein gewaltiges Bauwerk aus Klang.

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Nach der Probe ging es in die Aula und Turnhalle der nahegelgenen Schule, die für dieses Chorfest ihre Türen für uns geöffnet hatte.
Es gab natürlich, wie bei so einer Riesenaktion für Kinder nicht anders zu erwarten, Nudeln mit Tomatensoße, das schmeckt immer.

Frau Schmidt holte uns nach ein paar Verdauungssprüngen auf der Hüpfburg und Ausruhen in der Sonne, zum „Straßensingen“ ab.
Unsere Bühne war der Alte Markt, wir stellten uns vor den Springbrunnen und sangen, was uns aus unserem Repertoire einfiel.

20160409-1H+K+O+C beim Gründungsfest Pueri Cantores Ost in Halle
Nach einem kleinen Stadtrundgang kehrten wir zurück zur Moritzkirche und kletterten hinauf zur Orgel, die uns Matthias Mück, Kathedralmusiker aus Magdeburg vorführte.
An dieser größten Orgel in Sachsen-Anhalt durften dann sogar die Kinder etwas vorspielen. Einhellige Meinung: „Diese Orgel nehmen wir mit nach St. Josef.“

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Um 15 Uhr hieß es dann: Generalprobe!
Ein weiteres Mal probten wir die Gesänge für die große Vesper. Vieles klappte nun schon viel besser, so langsam gewöhnten wir uns daran, dass es einen unheimlichen Nachhall in so einer Kirche gibt, die zusätzlich durch ihre Länge große Verzögerungen des Schalls mit sich brachte. Wir saßen ziemlich weit hinten und hörten beispielsweise die Orgel immer sehr viel früher als die Bläser, die von vorne spielten. Zum Glück gab es einen Dirigenten, der alles zusammenhielt.

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Um 16.30 Uhr war es dann so weit, die große Vesper begann: Bläserfanfare, Einzug der Bischöfe und anderer Repräsentanten der fünf Ostbistümer. Erzbischof Heiner Koch stand der Vesper vor und predigte bzw. sprach mit und zu den Kindern über Glaube, Musik, Gesang, Gemeinschaft. Auf eine Antwort auf seine einleitende Frage „Kinder, woran erkennt man Bischöfe?“ war er aber scheinbar nicht gefasst, jedenfalls erlebte die Moritzkirche an diesem Tag nicht nur den bisher größten Kinderchor, sondern auch das lauteste und längste Kinder- und Erwachsenenlachen ihrer fast 700jährigen Geschichte. Details zu diesem amüsanten Zwischenfall gibt es auf Nachfrage beim Kinderchor.
Natürlich standen wieder Musik und Gesang im Vordergrund, alle Gesänge wurden mehrstimmig ausgeführt.

Und das ist hier in dem kleinen musikalischen Zusammenschnitt der Vesper zu hören:

Die Vesper schloss mit dem hymnischen Gesang „Wäre Gesanges voll unser Mund“, der das Ende dieses erlebnisreichen, beeindruckenden und berührenden Chorfestes bildete.
Mit einem Lunchpaket in einem für jedes Kind bedruckten PUERI CANTORES-Stoffbeutel als Erinnerung traten wir die Heimreise an und erreichten nach zwei Stunden Köpenick, gesund und erfüllt!

Wir freuen uns auf das nächste PUERI-CANTORES Treffen in unserer Region oder vielleicht auch woanders. PUERI CANTORES ist ja international.

Beiträge zum Chorfest in den Medien:

Liebliche Stimmen in Halle, Fernsehbeitrag des MDR

Beitrag und Interview bei domradio.de

Bericht des Bistums Magdeburg

 

 

Mit einer herzlichen Einladung, in unseren Chören mitzusingen, grüßt Tobias Segsa.