Philippinen

csm_Foto_3_Mathias_Laminski_Jeepney_70efb9a92bLernreise auf die Philippinen
Am 18.11. durfte ich mich in einer Gruppe von 10 Berliner Pfarrern mit der Leiterin des Seelsorgeamtes und den Leitern der Personalabteilung auf den Weg nach Manila machen. Es ging ins Pastoralinstitut Bukal, dass seit vielen Jahrzehnten von einem belgischen Pater geleitet wird und der als Pfarrer in einer der größten Pfarreien Manilas viele Erfahrungen in der Seelsorge und der Gemeindearbeit hat. Diese Erfahrung gibt er mit einem Team von pastoralen Mitarbeiter/-innen seit Jahren an verschiedene philippinische Diözesen, aber auch an deutsche Diözesen weiter. Die Tage waren so geplant, dass wir tagsüber oft Seminare im Institut hatten, aber dennoch Zeit war, etliche Gemeinden und sog. „Kleine Christliche Gemeinschaften“ besuchten. Alle Großpfarreien haben hier zwar nur eine Pfarrkirche, sind aber durch viele kleine Nachbarschaftsgemeinden und –gemeinschaften verbunden mit der einen Pfarrkirche. Diese kleinen Nachbarschaftsgemeinden treffen sich jede Woche zu Bibelgesprächen, liturgischen Feiern, besuchen Alte und Kranke und haben so ein Eigenleben wie eine kleine Gemeinde, stets aber verbunden mit der Pfarrkirche, die hier manchmal ganz schön weit weg liegt und aus Kostengründen oder langen Wegen nicht jeden Sonntag besucht werden kann.
So haben wir einerseits in Seminaren gehört und gelernt, wie solche kleinen Gemeinschaften entstehen können, haben sie aber auch an vielen Orten selbst besuchen können. Wir erlebten eine lebendige junge Kirche, die mit großen Problemen, vor allem der Armut umgehen muss, aber dennoch beeindruckend vital ist. Der überwiegende Teil der Philippinos ist katholisch, aber dennoch ist es für die Kirche dort eine große Herausforderung, den Glauben und die Liebe zur Kirche jeweils neu und in neuer Form an die nächste Generation weiterzugeben, nicht traurig in die Vergangenheit zu schauen, aber dennoch neben dem Neuen das Alte nicht leugnet. Wir sahen, dass sich diese Kirche auf den Weg macht, Probleme und Hindernisse nicht scheut, weil sie einen starken Glauben daran hat, dass Christus mit ihr geht. Mir scheint, dass wir eine ganz Menge von Ländern wie den Philippinen lernen können, Länder, in die einst viele Missionare Europas gingen um zu lehren. Heute können diese jungen Kirchen unsere Lehrer sein und wir dürfen das getrost annehmen. Ich bin dankbar dafür, dass ich an dieser „Lernreise“ teilnehmen durfte, und danke besonders den Verantwortlichen des Erzbistums Berlin.
Mathias Laminski, Pfr.

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